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Erpressung offenbart Datenleck

Ungelernte hatten Zugriff auf sensible Informationen – dubioser Anruf bei Krankenkasse

Datenskandal im Gesundheitswesen? Möglicherweise hat es bei der BKK Gesundheitskasse ein Sicherheitsleck mit großen Folgen gegeben. Haufenweise sensible medizinische Daten von Versicherten sollen entwendet worden sein. Jetzt wird die Kasse erpresst.

Durch ein Sicherheitsleck seien möglicherweise hochsensible medizinische Daten in die Hände von Unbefugten gelangt, berichtet ARD-Magazin “Kontraste”. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar sei schockiert. Ein Sprecher der BKK Gesundheitskasse sagte auf Anfrage, das Unternehmen werde erpresst.

Datenschutzbeauftragter ist entsetzt

Nach Recherchen des TV-Magazins hatte die Krankenkasse eine externe Firma mit der Betreuung ihrer Telefon-Hotline betraut. Diese habe einen Subunternehmer angeheuert, der ungelernte Hilfskräfte beauftragte. Die Hilfskräfte hätten von privaten Computern oder Laptops Daten wie medizinische Diagnosen abrufen und speichern können. Der Datenschutzbeauftragte Schaar sagte dem Magazin, bei der Krankenkasse sei offensichtlich beim Schutz personenbezogener Daten vieles versäumt worden. Ein so leichtfertiger Umgang mit Sozialdaten sei ihm noch nicht untergekommen.

Thema Krankes Gesundheitssystem?

Die BKK Gesundheitskasse hat nach eigenen Angaben die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Ein unbekannter Mann habe in der vergangenen Woche telefonisch nicht konkret bezeichnete Unterlagen zum Kauf angeboten, sagte der Sprecher der Kasse. Der Mann habe damit gedroht, die Unterlagen zu veröffentlichen. Die BKK Gesundheitskasse sei darauf nicht eingegangen. Wieviel Geld der Unbekannte für die Unterlagen fordert, sei nicht bekannt.

Ob tatsächlich Daten in unbefugte Hände gelangt sind, sei derzeit nicht bewiesen. Allerdings habe die Krankenkasse der Firma, die mit der Betreuung der Telefon-Hotline beauftragt war, den Zugang zu ihrem Rechner am Dienstag entzogen. Das Bundesgesundheitsministerium, der Bundesdatenschutzbeauftragte und das Bundesversicherungsamt seien informiert worden.

Quelle:www.heute.de