Stell Dir vor, es ist CeBIT, und keiner geht hin

Nein, das ist jetzt kein Kommentar zum Streik der öffentlichen Verkehrsmittel in Hannover am heutigen Donnerstag. Und gut, keiner ist vielleicht ein wenig übertrieben.

Aber zumindest von apsec geht keiner hin. Wir verzichten jetzt schon im dritten Jahr hintereinander auf die Teilnahme an der CeBIT und ich muss sagen, es hat uns nicht geschadet.
Der Stress, der sich sonst traditionell spätestens Ende Januar ausbreitet, der Druck, auf jeden Fall noch die Messeneuheit fertig zu bekommen, die Logistik für den Standbau, die Besetzungsplanung für die Vertriebsmannschaft, das regelmäßige Chaos am Aufbautag, die immensen Kosten und, und , und. Alles ohne uns – herrlich!

Seien wir ehrlich: Messe macht man hauptsächlich, um gesehen zu werden. Geschäftsabschlüsse oder auch nur deren Anbahnung – meist Fehlanzeige! Zumal sich die CeBIT in den letzten Jahren meiner Meinung nach immer stärker von einer B2B- zu einer B2C-Messe entwickelt hat. Wirklich voll sind nur die Hallen, in denen es die neuesten Smartphones, Plasmabildschirme oder Videospiele zu begutachten gibt. Wer, wie apsec, ein unternehmensfokussiertes Thema wie Beratung und Software-Entwicklung zur IT-Sicherheit hat, fühlt sich von den vielen, vielen Schülern, die in den Messehallen Ihren Wandertag verbringen und denen man den Weg zur Halle X, Y oder Z (da, wo es die Videospiele gibt) erklären muss, eher am Arbeiten gehindert.

Party, Party, Party – aber der Kater danach…

Früher, so Ende der Neunziger bis Anfang der Nuller, zur Zeit des großen DotCom-Booms, war die CeBIT the place to be, wenn man in der IT-Branche war. Wer nicht da war, war tot. Überall riesige Stände von Firmen, deren Namen man noch nie gehört hatte. Kostenlose Cocktails bis zum Abwinken. Direkt von der Party am nächsten Tag zum Standdienst, Brummschädel inklusive.

Viele der Firmen mit den großen Ständen von damals sind heute nicht mehr da, auch mein ehemaliger Arbeitgeber Biodata, der selbsternannte „Weltmarktführer“ für Verschlüsselung nicht, mit dem ich die CeBIT-Parties einst kennenlernte. Pleite, eine nach der anderen.

apsec hat sich auch zur Zeit des großen Booms gegründet, 1998 um genau zu sein, und ist immer noch da, erfolgreich. Vielleicht weil wir rechtzeitig mit dem Feiern aufgehört und mit dem Arbeiten angefangen haben – zum Nutzen unserer Kunden.

So halten wir’s auch in diesem Jahr. Während die anderen auf der CeBIT feiern – vor allem sich selbst – tun wir was für die IT-Sicherheit unserer Kunden.

Und seien Sie mal ehrlich: gehen Sie noch auf eine Messe, wenn Sie eine IT-Lösung für Ihr Unternehmen suchen oder machen Sie es wie alle und fragen Google?

Eben!

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