Messen, Murmeltiere, Mittelstand

Planen Sie einen Besuch der it-sa, der größten deutsche Messe zur IT-Sicherheit? Kennen Sie den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“? Sind Sie bei einem Mittelständler beschäftigt? Wenn Sie jetzt auch nur einmal ‚ja‘ gesagt haben, lesen Sie weiter. Wenn nicht, dann auch.

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, etwas schon einmal erlebt zu haben?

Haben Sie auch manchmal das Gefühl, etwas schon einmal erlebt zu haben?

Wenn ja, könnte es daran liegen, dass Sie Bill Murray sind und die Hauptrolle in dem oben erwähnten Film gespielt haben und Tag für Tag um Punkt 6:00 Uhr zu den Klängen von Sonny & Cher’s „I got you, Babe“ erwacht sind.

Wenn Sie ganz sicher sind, nicht Bill Murray zu sein, kann es aber auch sein, dass Sie sich, wie ich, schon lange mit dem Thema IT-Sicherheit beschäftigen. Denn auch hier gibt’s in schöner Regelmäßigkeit Wiederholungen. Zum Beispiel, wenn die it-sa Ihre Pforten öffnet. Oder, wenn wieder Studienergebnisse zur Lage der IT-Sicherheit im Mittelstand veröffentlicht werden. Oder, wenn, wie in diesem Fall, beide Ereignisse zusammenfallen.

Lage der IT-Sicherheit im Mittelstand auch 2015 eher düster

Das Beratungshaus techconsult hat just am heutigen Eröffnungstag der it-sa zum wiederholten Mal (Achtung, Murmeltier!) Ergebnisse seiner Studie zur Lage der IT-Sicherheit im deutschen Mittelstand vorgestellt. Und soll ich Ihnen was sagen? Die Ergebnisse stellen dem Mittelstand zum wiederholten Mal eher ein bescheidenes Zeugnis aus. Vor allem der Vergleich zum Vorjahr portraitiert wachsende Probleme an allen Ecken und Enden und ein sinkendes Sicherheitsniveau. In fast allen Kategorien, selbst bei Basismaßnahmen wie der Umsetzung von Passwortrichtlinien, der verschlüsselten Datenspeicherung und dem Einsatz von Antivirus-Software konstatieren die Analysten sinkende Sicherheitsniveaus.

Jetzt frage ich mich, woran das liegt. Liegt es daran, dass die Bedrohungslage immer größer wird und Angriffe auf die IT-Infrastruktur immer schwerer beherrschbar werden? Oder daran, dass die Sponsoren der Studie sich genau dieses Ergebnis gewünscht haben, um mehr von ihren Lösungen zu verkaufen? Sowas soll ja vorkommen.
Oder liegt es gar daran, dass das Thema Informationssicherheit inzwischen tatsächlich dank der Bemühungen von Edward Snowden, der NSA und unbedeutenden Bloggern im Bewusstsein vieler angekommen ist, die das Thema lange Jahre ignoriert haben, und jetzt auf einmal die Baustellen sehen, die sie lange nicht sehen wollten? Wenn es letzteres ist, wäre das Ergebnis ja gar nicht so negativ, wie es den Anschein hat.

Apropos: wenn Sie mehr zum Thema „Baustelle Datensicherheit“ wissen wollen, schauen Sie doch mal beim apsec-Stand auf der it-sa vorbei, Halle 12, Stand 538 vorbei.

apsec auf der it-sa 2015.
apsec auf der it-sa 2015. Vorsicht, stürzen Sie nicht in ein Sicherheitsloch!

Was Sie dort erwartet, finden Sie hier.

Nochmal zurück zum Murmeltiertag. Im Film entkommt der Hauptdarsteller seinem ewig wiederholten Schicksal dadurch, dass er hart an sich arbeitet und dadurch nach und nach seine Einstellung zum Leben und gegenüber seinen Mitmenschen ändert.
Wäre das nicht auch was für Sie, liebe Mittelständler, was Ihre Einstellung zur IT-Sicherheit angeht? Vielleicht mal zur it-sa gehen und sich informieren? Damit die nächste Studie Sie nicht wieder tadeln muss? Nein? Wirklich nicht?

Nun, dann „Put your little hand in mine…“

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