Die Wissenschaft meldet: Neue Schutzkonzepte für die Cloud!

apsec fragt: neu?

Wissenschaftler müsste man sein! Wie lesen wir gerade in einer Pressemeldung der Ruhr-Universität Bochum? Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt „Sec²“ mit insgesamt 1,3 Millionen Euro. Bei dem Projekt „Sec²“ handelt es sich um eine Weltsensation! Die Wissenschaftler haben doch tatsächlich rausgefunden, dass man Daten, die man in der Cloud speichert, mit Verschlüsselung vor Datenklau schützen kann! Und das es besser ist, wenn man die Schlüssel für die Verschlüsselung selbst in der Hand behält, statt sie auch in die Cloud zu legen. Und dass man dazu ein Stückchen Software auf dem Client braucht, der die Verschlüsselung bzw. Entschlüsselung schon direkt auf dem Endgerät erledigt.

Public-Private-Partnership in der Wulff’schen Republik

Potztausend, wer hätte das gedacht? Diese Erkenntnis verdient doch sicher 1,3 Millionen Fördergelder vom Bund. Da zahle ich meine Steuern gerne!

Erstaunlich finde ich nur, dass dieser Tage die Firma Sophos, die sich bekanntlich vor ein paar Jahren das Sicherheitsunternehmen utimaco einverleibt hat, heftig Werbung macht für eine Software, die genau dies tut, nämlich Daten in der Cloud direkt vom Endgerät aus zu verschlüsseln. Ganz abgesehen davon, dass unser eigenes Produkt Cloud Protection das schon seit letztem Jahr tut, auch ohne Fördergelder vom Bund. Und dass das Horst Görtz Institut für IT-Sicherheit der RUB, das an dem Projekt beteiligt ist, auf den utimaco-Gründer Horst Görtz zurückgeht und die Horst-Görtz-Stiftung mit utimaco-Geldern gesponsert wird.

Bin ich paranoid, dass ich hier Verstrickungen von Politik und Wirtschaft sehe, wo sicher keine sind?

Wahrscheinlich.

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