Euphoria (es geht schon wieder um die Cloud)

Kinder, wie die Zeit vergeht! Schon wieder ein Monat vergangen seit dem letzten Blog-Eintrag. So schaffe ich es nie zum Parteivorsitzenden der Piraten!

Also, was gibt’s Neues? Magdalena Brzcwjwska, Bzrwwzsska oder wie auch immer die sich schreibt gewinnt mit Fluch der Karibik Let’s Dance bei RTL, Chelsea mit Cattenaccio reloaded die Champions League bei SAT 1 und Schweden mit Euphoria den Eurovision Song Contest in der ARD (schon wieder frage ich mich: was macht eigentlich Lena Meyer-Landrut, oder hatten wir die Frage schon?), aber was viel entscheidender ist: der SPIEGEL, wie immer seiner Zeit voraus, entdeckt, dass die Cloud unsicher ist und macht kostenlos Werbung für TrueCrypt.

Nun ja, nichts gegen TrueCrypt, für den Privatanwender sicher ein schönes Tool, und dazu noch kostenlos, aber für Unternehmen, die Daten sicher in die Cloud auslagern möchten, empiehlt sich eher eine professionelle Lösung (kleiner Tipp: wer lange genug sucht, wird auf dieser Website fündig!).

Ausgangspunkt für die ganze Diskussion, wenn auch nicht vom SPIEGEL zitiert, könnte eine Studie des Fraunhofer Instituts für sichere Informationstechnologie sein. Die haben festgestellt, dass viele Cloud Storage-Dienste wie das beliebte Dropbox und einige andere teilweise gravierende Sicherheitsmängel aufweisen und haben es mit dieser Studie sogar in die Computerbild geschafft. Wobei mir nicht klar ist, ob der durchschnittliche Computerbild-Leser etwas mit dem Namen Fraunhofer Institut anfangen…aber lassen wir das.

Fakt ist, dass die Erkenntnis, dass Cloud Computing nicht nur angenehme Seiten hat, sondern aus Sicht der IT-Sicherheit auch Probleme mit sich bringt, langsam auch die Massenmedien erreicht und die Euphorie für Cloud Computing, auf ein normales Maß stutzt. Dass Medien-Giganten wie SPIEGEL oder Computerbild ihren Lesern ein sperriges Thema wie Verschlüsselung zumuten ist einerseits erstaunlich, weil Verschlüsselung = Mathe = Igittigitt = Wegklicken, andererseits aber sehr gut, weil es das Thema  entmystifiziert und auch dem Normalanwender zeigt, dass Verschlüsselung keine Geheimwissenschaft ist, sondern etwas, was jeder zur eigenen Sicherheit im Netz anwenden kann und auch sollte.

Eine Kombination von Cloud Computing mit Verschlüsselung der Daten am Endgerät (Fachausdruck: Hybridlösung) ist eine sinnvolle Maßnahme und sorgt dafür, dass die Vorteile des Cloud Computings nicht durch Sicherheitslücken zu Nachteilen werden. Dann ist auch die Begeisterung wieder gerechtfertigt.

Dann dürfen auch wieder alle mitsingen: Euphooooriaaa!

P.S. Meine lieben Chelsea Blues: mit elf Mann am eigenen Strafraum stehen, mag auch eine sinnvolle Sicherheitsmaßnahme sein, sieht aber scheiße aus.

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